Je nach Smartphone-Typ resp. Handy-Betriebssystem gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, Handy-Anwendungen – sogenannte «Apps» (Kurzform von «Applications») – herunterzuladen und zu installieren.
Android: F-Droid
Das «gängige» Android kommt mit dem App-Portal «Google Play». Dieses enthält neben proprietärer Software auch Freie Software, wird aber komplett von Google kuratiert resp. kontrolliert und überwacht.

Alternativ dazu kann man auf einem Android-Smartphone das App-Portal F-Droid installieren. Dieses enthält praktisch ausschliesslich Freie Software und macht es einfach, in dessen App-Verzeichnis zu stöbern, Handy-Anwendungen zu installieren und über Aktualisierungen auf dem Laufenden zu bleiben.
Zur Orientierung und Inspiration verweise ich gerne auf Digitalcourage. Auf ihrer Seite zu F-Droid haben sie eine umfangreiche – nach Kategorien gruppierte – Liste an sehr praktischen, freien Apps zusammengestellt.
Grundsätzlich besteht auf Android-Smartphones auch die Möglichkeit, Apps von individuellen Quellen zu installieren. Dies ist aber nur Anwender:innen zu empfehlen, die wissen, was sie tun.
Google arbeitet daran, die offene Tradition von Android zu zerstören. So soll ab 2027 ein stilles Update von Google – ohne Zustimmung der Nutzer – alle Android-Apps blockieren, deren Entwickler sich nicht bei Google registriert, ihren Vertrag nicht unterzeichnet und nicht bezahlt haben. Wehren wir uns!
Keep Android Open

iOS: App Store
iPhones und iPads sind mit dem «App Store» von Apple ausgestattet. Darin ist hauptsächlich proprietäre Software zu finden. Der App Store wird von Apple kuratiert resp. kontrolliert. Was Apple nicht passt, gelangt nicht in den App Store; was Apple nicht mehr passt, fliegt raus. Da es im Normalfall nicht möglich ist, Handy-Anwendungen aus alternativen App-Portalen oder individuellen Quellen zu installieren, handelt es sich bei iPhone/iPad im Prinzip um App-Zensur. Einzige Möglichkeit, dies zu umgehen, ist es, das Gerät zu «jailbreaken» (sprich aus dem Gefängnis auszubrechen). Dies ist aber nur Anwender:innen zu empfehlen, die wissen, was sie tun.
Apple musste auf Druck der EU sein System Anfang 2024 öffnen und im Rahmen des Digital Markets Act DMA alternative App Stores auf iPhone und iPad zulassen. Damit gibt es für Nutzer:innen in der EU zwar neue Möglichkeiten, die grosse Revolution bleibt gemäss verschiedener Quellen vorerst allerdings aus. Und für uns in der Schweiz bleibt meines Wissens alles beim Alten.